Familiendrama mit Happy End: Die Geschichte dieses Flüchtlingsjungen ist zum Heulen schön

Ein Jahr lang glaubten die Eltern von Mahdi Rabani er sei tot. Doch dann geschah ein kleines Wunder...

Fest drückt die Mutter ihren 10-jährigen Sohn an sich. Sie will ihn gar nicht mehr los lassen – zu überwältigend ist der Gedanke, dass sie ihren Sohn tatsächlich wieder in den Armen hält. 12 Monate hatten sie und ihr Mann geglaubt, Mahdi würde nicht mehr leben, sondern sei bei der Flucht aus Afghanistan in einem Schlauchboot ums Leben gekommen.

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Das Gefühl ist unbeschreiblich”, sagte die Mutter den Reportern am Montag im Flughafen von Hannover, wo die Familie wiedervereint wurde. Fast ein Jahre hatten sie sich nicht mehr gesehen. Nachdem sich die Familie im Januar 2015 zur Flucht aus Afghanistan entschlossen hatte, führte sie ihr Weg über die Türkei. Als sie dort mit vielen anderen Flüchtlingen in einem Wald auf ein Boot warteten, dass sie zur griechischen Insel Lesbos bringen sollte, ging Mahdi im Trubel verloren. Dann die schreckliche Nachricht: Einige Boote seien bei der Überfahrt nach Griechenland gesunken. In Panik kehrten die Rabanis in die Türkei zurück, um nach ihrem Sohn zu suchen. Vergeblich. Schließlich floh die Familie ohne den 10-Jährigen bis nach Deutschland: “Die Zeit für uns war sehr schwer”, fasste Mahdis Vater die letzten Monate zusammen.

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Ich bin sehr glücklich und freue mich, dass ich meine Eltern wiedersehen kann”, sagte Mahdi nach seiner Landung aus Bern. Dort hatte ihn ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes ausfindig gemacht. Mahdi hatte sich in der Schweiz mit Hilfe einer anderen afghanischen Familie durchgeschlagen. Flüchtlingshelfer Hijazi hatte sich dafür eingesetzte, den Jungen zu finden, nachdem Mahdis Schwester ihm im Oktober vom traurigen Familienschicksal erzählt hatte. Monatelang gab Hijazi die Suche nach dem Jungen nicht auf – zum Glück: Denn nun ist Mahdi mit seiner Familie in ihre Unterkunft in Bad Bodenteich in der Lüneburger Heide zurückgekehrt. Dort soll er so schnell wie möglich in der Schule angemeldet werden und auch der örtliche Fußballverein freut sich schon auf den 10-Jährigen.



Das Happy End von Mahdis Geschichte beweist, es lohnt sich immer, sich für andere einzusetzen. Überall in Deutschland machen sich Menschen für andere Menschen stark: Das Projekt X-Change by Kreuberg hilft unterstützt mit verschiedenen Aktionen geflüchtete Menschen in Berlin. Jeder kann sich "informieren und helfen.

Dienstag, 08. März 2016