VIVA Popcorn Check: Was Euch im neuen Pixar-Weihnachtsfilm "Coco - Lebendiger als das Leben" erwartet

Natürlich müssen wir auch dieses Jahr nicht auf den typischen Disney-Pixar-Film verzichten!

Es ist schon fast Tradition, dass Disney pünktlich zur Vorweihnachtszeit einen neuen Animationsfilm released. 2013 war es ‘’Die Eiskönigin – Völlig unverfroren’’, 2014 ‘’Baymax – Riesiges Robowabohu’’ und letztes Jahr ‘’Vaiana – Das Paradies hat einen Haken’’. Dieses Jahr schickt Disney den Tochter-Konzern Pixar ins Rennen und bringt am 30. November 2017 mit ‘’Coco – Lebendiger als das Leben’’ einen neuen Film raus, der zum ersten Mal mehr Disney, als Pixar ist.

Darum geht’s: Die Familie des 12-jährigen Miguel lebt eine langjährige Schumacher-Tradition. Auch er soll in die Fußstapfen seiner Eltern, Großeltern und Urgroßeltern treten, nur hat Miguel eigentlich einengen anderen Traum: Er will Musiker werden, genau wie sein großes Vorbild Ernesto de la Cruz, der bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Das Problem ist nur, dass Musik in seiner Familie absolutes Tabu ist. Trotzdem will Miguel sein Können bei einer Talentshow beweisen und stiehlt deshalb die Gitarre von Ernesto de la Cruz aus dessen Grab. Das hat allerdings Folgen, denn plötzlich findet sich Miguel im Reich der Toten wieder. Hier trifft er nicht nur auf seine Großeltern und lüftet ein Familiengeheimnis, sondern muss auch zusehen, dass er bald wieder nach Hause kommt, um nicht für immer im Totenreich gefangen zu sein …




Das war gut: Der Film basiert auf der mexikanischen Folklore ‘’Dia de los Muertos’’, bei dem vom 31. Oktober bis zum 2. November den Ahnen gedacht wird, damit diese die Lebenden mit Glück segnen. Deshalb spielt die meiste Zeit auch im Land der Toten, was den Film aber nicht gruselig macht; ganz im Gegenteil: Die Animation ist so detailgetreu, farbenfroh und lebendig wie noch nie zuvor, sodass man fast vollständig in Miguels Abenteuer eintauchen kann. Das ganze visuelle Schauspiel wird dann zum ersten Mal auch für Pixar-Verhältnisse mit viel Musik untermalt, was den eindrucksvollen Bildern noch mehr Stimmung verleiht. Auch wurde viel Wert darauf gelegt, den Respekt vor der mexikanischen Tradition zu bewahren, was sich in fast jeder Einstellung des Films zeigt.

Das war nicht so gut: Vielleicht auch wegen den vielen eindrucksvollen Bildern bleibt die Handlung etwas hinterher. Ein Junge, der auf eine abenteuerliche Reise geht, ist leider nichts Neues und bietet erzählerisch, anders als zum Beispiel bei ‘’Alles steht Kopf’’ jetzt keinen Mehrwert für uns. Die Dialoge wirken manchmal etwas zu flach und abgehackt und hier hätte man sich gewünscht, dass die Macher genau so viel Liebe in die eigentlich Story, wie in die Animation gesteckt hätten.




Fazit: Trotz allem ist ‘’Coco – Lebendiger als das Leben’’ ein mehr als sehenswerter Film, der nicht nur unterhaltsam und lustig ist, sondern uns auch emotional triggert. Die Animation hätte nicht perfekter sein können und ist fast schon ein weiterer Meilenstein in dem Können von Disney-Pixar. Kein Wunder also, dass der Film in Mexiko zum erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten wurde und direkt auf Platz Eins der US-Kino-Charts gelandet ist.

Dienstag, 28. November 2017